peripherie

Peripherie² Cyberabad
07/10/2010 – 21/11/2010

 

in der peripherie der indischen metropole hyderabad entsteht derzeit cyberabad. gegründet als ein “global hub” der it-industrie entwickelt sich dort eine neue stadtlandschaft aus bürokomplexen und straßenmärkten, hochhäusern und ziegenherden, apartmentblöcken und hütten, riesigen werbetafeln und tempeln, villen und alten dörfern, opulenten geschäftshäusern und slums.

im zentrum der ausstellung stehen zwölf großformatige panoramen aus cyberabad. aus immer gleichem blickwinkel porträtieren sie vier straßenkreuzungen in den jahren 2005, 2007 und 2009. die panoramen dokumentieren die rasante entwicklung und die entstehende symbiose aus globalen und lokalen, geplanten und ungeplanten elementen, die kennzeichnend für die peripherie heutiger megastädte sind. ergänzendes kartenmaterial und fotografien widmen sich einzelnen schichten des geschehens und ermöglichen eine reflektierend-analytische betrachtung.

die ausstellung ist ein teil des projekts “landscape of surprise” von peter gotsch und susanne kohte.

 

weitere information zur ausstellung: www.landscapeofsurprise.net

 

 

 

 

 

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Hans Luz
der bleistiftgärtner, stuttgarts großer landschaftsarchitekt
25/06/2010 bis 19/09/2010

 

hans luz hat stuttgart grüner gemacht.

die bundesgartenschau 1977 und die internationale gartenbauausstellung iga 1993 in

stuttgart tragen seine handschrift und sind teile des von ihm geschaffenen grünen u, eines

von der innenstadt zum neckar und von dort auf die höhen führenden zusammenhängenden parks.

er selbst bezeichnet sich als einen „bleistiftgärtner“. um seine ideen und konzepte bis zur

vollendung zu entwickeln – vom hausgarten bis zu städtebaulichen großplanungen -, setzt

er seine farbigen detailgenauen handskizzen ein. die ausstellung zeigt eine auswahl dieser

original-skizzen aus seinem oeuvre: u.a. iga 1993, stuttgart 21, rohrer kurve, hohenheim.

auch die gärten um die wohnanlage asemwald hat er geplant. seit vielen jahren wohnt er in einem der häuser ganz oben und pflegt dort seine leidenschaft der fotografischen beobachtung.

aus seinem wohnzimmerfenster entstanden unzählige fotos der landschaft um das

birkacher feld – naturverbunden, sensibel, emotional und sehr persönlich. seine „blickfelder“ bilden den zweiten teil dieser ausstellung.

 

 

 

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Motorplan
Architektur bauen
15/04/2010 bis 13/06/2010

die architekten von motorplan beginnen ihre arbeit an einem neuen projekt nicht mit einer elaborierte theorie, sondern im verständnis um einen gemeinsamen bauauftrag: „man ist interessiert am bauen an sich, an der auseinandersetzung mit der konkreten bauaufgabe. hier und jetzt – unter einbeziehung aller einflussgrößen – will man sich erproben und nach dem architektonisch guten unter realen bedingungen forschen.“ die architektur von motorplan entsteht im spannungsfeld zwischen kollektiven interessen und den individuellen vorgaben der auftraggeber. diesen dialogischen prozess betrachtet motorplan als inspirationsquelle und motor für innovation. komplexe zusammenhänge erfordern spezifische antworten, die in ihrer kraft und authentizität vorgefertigte lösungen übertreffen.

motorplan gründete sich 1996 als architektengruppe. nach zwei realisierten kindergärten gelang es 2001 mit dem 1. preis im wettbewerb lohrtalschule mosbach den ersten großen bauauftrag zu akquirieren. seither plant und realisiert motorplan unter leitung von prof. jean heemskerk, urs löffelhardt und bernhard wondra unterschiedlichste bauten, darunter der musikpark mannheim, die popakademie baden-württemberg, das x-house in heidelberg und ein im november 2009 fertig gestelltes kinderhaus im passivhausstandard in ilvesheim. als architekturbüro, das sich von anfang an der praxis verpflichtet fühlte, zeigt motorplan in der ausstellung sieben realisierte projekte aus den letzten zehn jahren, die anhand großformatiger fotografien vorgestellt werden.

zur ausstellung erscheint ein katalog im spurbuchverlag, baunach.
eröffnung mit einem vortrag von urs löffelhardt

 

 

 

meteorological

 

philippe rahm architectes
meteorological typologies - eine enzyklopädie
11/02/2010 bis 04/04/2010

der architekt philippe rahm beschäftigt sich mit der physiologischen raumwahrnehmung und der interaktion zwischen meteorologie, architektonischem raum und menschlichem organismus. in seinen projekten verfolgt er einen neuen ansatz und nähert er sich den physikalischen aspekten des klimas und dem thema nachhaltigkeit und klimaschutz auf seine ganz eigene weise: „man muss sich dem klimaschutz nicht unterwerfen, man muss ihn nutzen, um ganz neue formen zu entwickeln.“ er lenkt die aufmerksamkeit neben den sichtbaren auch auf die unsichtbaren parameter von architektur: „wir müssen heute die klimatische aufgabe der architektur und des designs nicht mehr nur als ziel, sondern auch als werkzeug integrieren. design als meteorologie öffnet sich anderen sensitiven, thermischen, plastischen, materiellen dimensionen und anderen wahrnehmungen des geruchssinns, der hautoberfläche und des hormonsystems. vom physiologischen zum atmosphärischen werden die physischen elemente des klimas, wie druck, unterdruck, temperatur, relative luftfeuchtigkeit, etc. zur eigentlichen materie des architektonischen entwurfs, zu seinen neuen werkzeugen....“

mit der präsentation der arbeit von philippe rahm, der in lausanne und paris lebt, richtet die architekturgalerie am weißenhof den blick in die europäische architekturlandschaft und zeigt einen der stars der jungen, französischen architekturszene. die projektzusammenstellung in form einer großen enzyklopädie, ergänzt durch videos über seine installationen, erläutert seinen ungewöhnlichen standpunkt.

eröffnung mit einem vortrag von philippe rahm